Bei strahlendem Herbstwetter nutzten 23 Interessierte die Gelegenheit, sich inspirieren zu lassen, wie private und öffentliche Gärten fit für den Klimawandel gestaltet werden können.
Neue Pflanzen ...
Nach einer Begrüßung durch KLAR!-Managerin Monika Wimmer und einem kurzen Impuls von Sabine Plodek-Freimann zur Klimawandelanpassung führte der erste Stopp in einen Innenhofgarten von Gartenarchitektin Gisela Reichholf. Dort wurde gezeigt, wie mediterrane Pflanzen – durch die geänderten klimatischen Bedingungen – auch in unserer Region gedeihen können.
... und neue Methoden
Ein weiterer Programmpunkt war der Kindergarten-Garten der Stadtgemeinde Melk. Diese naturnahe Anlage mit alten Bäumen, Sträuchern und Hochbeeten für Kinder demonstrierte eindrucksvoll, wie öffentliche Flächen klimafit gestaltet werden können. Auch die Dachbegrünung des Gebäudes sorgte für Staunen: Felix Hagen von Natur im Garten erläuterte die Vorteile in Kombination mit Photovoltaik – von der Energieeffizienz bis zur Kühlung.
Best-Practice Beispiel mitten in der Stadt
Den Abschluss des Rundgangs bildete ein großer privater Stadtgarten, der zahlreiche „Natur im Garten“-Elemente vereint, hier nur einige Auszüge daraus:
- eine wilde Ecke, die nur einmal jährlich gemäht wird
- eine Steinmauer als Lebensraum für Eidechsen, Schlangen und Kleintiere
- ein Komposthaufen für wertvolle Kreislaufwirtschaft
- eine klimafitte Ahornhecke
- mehrere klimafitte Bäume
- und nicht zuletzt zahlreiche Fledermäuse, die den Besucher:innen am Abend begegneten.
In einem gemeinsamen Resümee betonten Felix Hagen, Gisela Reichholf und Sabine Plodek-Freimann die zentrale Rolle von naturnahen Gärten für Biodiversität, Abkühlung im Stadtgebiet und Lebensqualität. Besonderer Dank galt der Familie Dieregger-Gradwohl, die ihren Garten als liebevoll gepflegten Generationengarten zur Verfügung stellte. Den gemütlichen Ausklang bildete ein „Gartentreff“ bei Gisela Reichholf – mit Brötchen, Getränken und anregenden Fachgesprächen.
