Traditionelle Bauweise als Antwort auf den Klimawandel
Die neue Publikation zeigt: Viele Lösungen für klimaangepasstes Bauen sind in der Wachau seit Jahrhunderten vorhanden. Die traditionelle Bauweise der Region mit massiven Mauern, regionalen Materialien wie Stein, Lehm und Kalk, einer durchdachten Ausführung von Fenstern und Dächern sowie der sensiblen Einbettung in die Landschaft sorgt für ein behagliches Raumklima, Langlebigkeit und Ressourcenschonung. Damit ist die Baukultur der Wachau nicht nur Teil des kulturellen Erbes, sondern liefert auch konkrete Impulse für klimaresilientes Bauen in der Zukunft.
Die Broschüre wurde vom Welterbemanagement gemeinsam mit der KLAR! Region sowie dem Büro für Baukultur von Cristian Abrihan umgesetzt. Vertreter:innen aus Bund, Land und Gemeinden betonten die gelungene Zusammenarbeit. Auch das Bundesdenkmalamt sowie der Fachbereich Baukultur des Landes Niederösterreich waren bei der Erstellung beteiligt und bei der Präsentation vertreten.
Die Publikation verbindet die Vorteile der historisch gewachsenen Baukultur der Wachau mit Hinweisen zu Beratungsmöglichkeiten und zeigt anhand von Best-Practice-Beispielen, wie historische Gebäude zeitgemäß genutzt werden können. Eines dieser Beispiele ist die Adam-Mühle in Spitz, in der auch die Präsentation stattfand.
Die Adam-Mühle als Best-Practice-Beispiel
Im Anschluss an die Einführung zur Broschüre führte ein Rundgang durch das Areal der Adam-Mühle. Gastgeber Rudolf und Monika Pözer gaben Einblicke in die Renovierung des Gebäudes und berichteten über die Qualitäten der historischen Bausubstanz. Cristian Abrihan ergänzte mit fachlichen Informationen zur klimaresilienten Bautradition in der Wachau.
Historische Gebäude mit Zukunft
Neben der Adam-Mühle werden in der Broschüre sechs weitere Beispiele aus dem Welterbe Wachau vorgestellt. Sie zeigen, wie historische Bestandsgebäude behutsam an heutige Wohnbedürfnisse angepasst werden können. Die Publikation macht deutlich, dass nicht immer ein Neubau notwendig ist, bei dem bestehende Bausubstanz und die darin gespeicherte Energie verloren gehen. Vielmehr steckt in historischen Gebäuden großes Potenzial – sowohl in ihrer Bauweise als auch im überlieferten Wissen über klimaangepasstes Bauen.
Beim anschließenden Austausch bei Getränken und hausgemachter Wachauer Jause wurden die angesprochenen Themen weiter vertieft.
Die Broschüre gibt es hier zum Download oder gedruckt im Regionsbüro, schreiben Sie uns dazu gerne eine E-Mail an office@wachau-dunkelsteinerwald.at

