Waldgespräch 2026 am Melker Hiesberg

© KLAR Wachau
© Constanze Schedlmayer
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Einladung

Unter dem Arbeitstitel „Waldgespräch 2026 – Wasser im Wald verfügbar halten und speichern“ fand am 4. März im Forsthaus des Stift Melk in Rosenfeld eine Informationsveranstaltung mit anschließender Exkursion auf den Melker Hiesberg statt. Rund 60 interessierte Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, sich über aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze für klimafitte Wälder auszutauschen.

Der Klimawandel ist in der Region bereits deutlich spürbar. Zunehmende Trockenperioden und Hitzetage, intensivere und häufigere Starkregenereignisse stellen Waldbesitzer, Gemeinden und Fachleute vor große Herausforderungen. Besonders im Raum der Stadtgemeinde Melk spielt der Hiesberg bei Starkregenereignissen eine zentrale Rolle. Um Schäden zu minimieren und Wasser nachhaltig nutzbar zu machen, braucht es gezielte Maßnahmen. Dies beginnt bei der Aufbringung und Pflege der Waldflächen, über die Ernte bis hin zur Schaffung von Retentionsflächen. Ziel ist es, Niederschläge im Wald zu speichern und zurückzuhalten und damit sowohl Hochwasserspitzen abzufedern als auch Trockenphasen besser zu überbrücken.

Wirtschaftsdirektor des Stiftes Melk Karl Edelhauser und somit Gastgeber begrüßte und gab vorab Einblicke in die wirtschaftlichen Kennzahlen und die Struktur der Forstwirtschaft des Stiftes Melk. Das Stift bewirtschaftet rund 3.500 Hektar Forstfläche. Diese verteilen sich primär auf den Hiesberg mit über 1.000 Hektar, den Pöverdinger Wald, Flächen in der Au sowie auf den Brackersberg und den Raum Gaming. Darüber hinaus werden mehrere kleinere Reviere in Niederösterreich betreut.

Einen fachlichen Impuls lieferten die Forscher der Universität für Bodenkultur Wien in einer Keynote zur Wichtigkeit von Bodenspeicherung und gaben Einblicke in ihre Forschungsergebnisse zu Wasserabfluss und Forsttechnik und welche Wirkung der Schutz des Waldbodens auf die Prävention hat. Bei der anschließenden Exkursion stellten Markus Fallmann und Gerhard Lechner vom Stift Melk ihre Flächen und Maßnahmen aber auch Herausforderungen vor und standen für Fragen zu regionalen Entwicklungen und ihren zukünftigen Strategien in den heimischen Wäldern zur Verfügung. Ergänzt wurden diese durch die Expertise von der Bezirksbauernkammer, der Bezirksforstinspektion Melk und der Wildbach Melk.

Waldpädagogin Katharina Bancalari moderierte die Veranstaltung und führte die Gäste praxisnah durch den Waldvormittag am Hiesberg, wo neben konkreten Beispielen für Wasserrückhalt und klimafitte Bewirtschaftung auch moderne Forstgeräte wie Mulcher, Harvester und Seilkran von regionalen Firmen vorgestellt wurden.

Organisiert wurde die Veranstaltung von KLAR!-Managerin Monika Wimmer und Michael Tanzer von der KLAR! Region Dunkelsteinerwald gemeinsam mit dem Forstamt des Stiftes Melk sowie dem Naturpark Jauerling-Wachau.

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