Ahoi, Nachbarn.

Rollfähre Spitz © Rainer Friedl
Rollfähre Weißenkirchen © Rainer Friedl

Der Maßnahmenplan zur Attraktivierung der Rollfähren in der Wachau

Wenn es sie nicht gäbe, müsste man sie erfinden – so der einhellige Tenor. Die Rollfähren in der Wachau. Seit knapp 100 Jahren verbinden sie die Menschen an beiden Donauufern. Im aktuellen Projekt geht es darum, die Fähren in Spitz und Weißenkirchen noch stärker in den Alltag der Wachauerinnen und Wachauer einzubinden. Sei es für den Weg zum Arzt, den Geschäftstermin oder die Fahrt in den Weingarten am anderen Ufer. Die Rollfähren sollen einen neuen prominenten Platz in der „mentalen Landkarte“ der Ortsansässigen bekommen – und weiter eine wichtige Rolle im Tourismus spielen. Das bringt zahlreiche Vorteile: Die emissionsfreie Überquerung der Donau spart viele Auto-Kilometer und schont das Klima. Sie sichert Arbeitsplätze in der Region und schafft soziale und kulturelle Verbindungen. 

Den Fährbetrieb weiterentwickeln

Das Projekt beschäftigt sich mit möglichen Maßnahmen, die zu einer Attraktivierung der Fähren beitragen. Dafür beauftragte der Projektträger – die Rollfähre-Verwaltung Spitz–Arnsdorf – das Kremser Raumplanungsbüro im-plan-tat mit der Entwicklung eines Maßnahmenplans.


„Wir wollen mit den Rollfähren den Austausch zwischen den beiden Donau-Ufern gezielt fördern“. 
Obmann Andreas Nunzer, Bürgermeister von Spitz an der Donau.



Wie kann der Fährbetrieb in den Abendstunden die Nutzerzahlen erhöhen? Was bewirkt eine Harmonisierung der Betriebszeiten der Rollfähren in Spitz und Weißenkirchen? Wie kann man Umsätze und Erträge steigern? Der Maßnahmenplan entwickelt Empfehlungen zu diesen zentralen Fragen. Die Basis dafür liefern Gespräche mit relevanten Akteuren der Region – mit Gemeinden, Fähr-Personal, Tourismus- und Wirtschaftsvertretern.

Zum Heurigen ans andere Donau-Ufer

Schnell zum Heurigen ans andere Ufer? Ein Szenario beschäftigt sich mit der Frage, wie längere Fahrzeiten an Freitagen und Samstagen den Austausch zwischen den Gemeinden Spitz an der Donau, Rossatz-Arnsdorf und Weißenkirchen in der Wachau unterstützen würden. Das ufer-übergreifende Heurigen-Erlebnis soll gezielt gefördert werden. Ein Beispiel für ein Folgeprojekt könnten Heurigen-Tafeln auf den Fähren sein, die darüber Auskunft geben, wer aktuell geöffnet hat. Auch ein etwaiger Betrieb der Weißenkirchner Fähre in den Wintermonaten sowie eine stärkere Zusammenarbeit der Rollfähren werden von im-plan-tat im Rahmen des Maßnahmenplans untersucht. Das Kremser Planungsbüro schöpft dafür aus seiner Erfahrung aus zahlreichen Projekten, die sich mit nachhaltiger Mobilität auseinandersetzen. 

Es ist das verbindende Element der Fähre und die Chance auf mehr nachhaltige Mobilität, die dieses Projekt auszeichnen. Fürs gute Klima und ein noch besseres Miteinander.