Tipps für einen kühlen Sommer

Klimadatenblatt für die KLAR! Wachau-Dunkelsteinerwald-Jauerling
© Rotes Kreuz NÖ
Infoveranstaltung in Emmersdorf © Marktgemeinde Emmersdorf
Infoveranstaltung im Forum Silberbichl in Mautern © KLAR Wachau
Infoveranstaltung im Forum Hafnerbach © Marktgemeinde Hafnerbach

Gerade ältere Menschen, Kinder und gesundheitlich vorbelastete Personen sind bei großer Hitze besonders gefährdet. Gemeinsam mit dem Roten Kreuz Niederösterreich haben wir daher 12 praktische Tipps für einen kühlen Sommer zusammengestellt – kurz, alltagstauglich und lebenswichtig.

Der Klimawandel macht sich zunehmend bemerkbar: Der Mai 2026 war laut dem EU-Klimawandeldienst Copernicus der zweitwärmste Mai seit Beginn der Aufzeichnungen. Auch für den kommenden Sommer werden überdurchschnittlich hohe Temperaturen erwartet. Bereits in diesen Tagen erreicht die bereits dirtte Hitzewelle Österreich.

Hitze ist mittlerweile das größte durch den Klimawandel bedingte Gesundheitsrisiko in Österreich. Besonders belastend sind längere Hitzeperioden und sogenannte Tropennächte, in denen die Temperaturen auch nachts nicht ausreichend absinken. Die Folgen reichen von Schlafstörungen und verminderter Leistungsfähigkeit bis hin zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen.

Hitze belastet viele Menschen

Eine österreichweite Befragung zum Hitzejahr 2024 zeigt deutlich, wie sehr Hitze den Alltag beeinflusst:

  • 60 % der Befragten schlafen bei Hitze schlechter.
  • 51 % berichten von einer eingeschränkten Leistungsfähigkeit.
  • 48 % reduzieren ihre körperliche Aktivität.
  • Körperliche Beschwerden wie Schwindel, Kopfschmerzen oder Übelkeit treten insbesondere bei Frauen häufiger auf.

Besonders gefährdet sind ältere Menschen, pflegebedürftige Personen, Menschen mit Behinderungen, Säuglinge und Kleinkinder, Schwangere sowie Menschen mit chronischen Erkrankungen. Link zur Erhebung: Hitzebelastung und Alltagsstrategien der Bevölkerung im Sommer 2024

Zwölf Tipps für heiße Tage

Um die Bevölkerung bestmöglich auf heiße Sommertage vorzubereiten, wurde gemeinsam mit dem Roten Kreuz Niederösterreich eine Informationsbroschüre mit zwölf alltagstauglichen Hitzetipps erstellt. Die Broschüre zeigt einfache Maßnahmen, mit denen sich die Belastung durch Hitze reduzieren lässt – von ausreichendem Trinken über richtiges Lüften bis hin zum Schutz besonders gefährdeter Personen.

Die Folder liegen auf den Gemeindeämtern, bei Ärztinnen und Ärzten in der Region auf und steht außerdem hier zum Download bereit.

Kostenlose Informationsveranstaltungen

Zusätzlich luden wir Informationsveranstaltungen ein. Expertinnen und Experten des Roten Kreuzes Niederösterreich informierten über den Umgang mit Hitze, gesundheitliche Risiken und praktische Maßnahmen für einen „kühlen Sommer“. Die Veranstaltungen fanden bisher in Emmersdorf, Melk, Mautern und Hafnerbach statt.

Weitere Informationen und Material

Das Umweltbundesamt bietet auf ihrer Website weitere Empfehlungen für Pflegepersonal und Angehörige von älteren oder pflegebedürftigen Menschen und für KindergartenpädagogInnen und Eltern von Kleinkindern an. Die KLAR! Regionen Kampseen und Südliches Weinviertel haben die Broschüre für Pflegepersonal in unterschiedliche Sprachen übersetzt (bulgarisch, tschechisch, slowakisch, ungarisch und rumänisch). Die Broschüren stehen auf der Website zum kostenlosen Download bereit.

Zusätzlich informiert eine Liste mit kühle Orten, wo man sich in der Region abkühlen kann. Auch Maßnahmen zur klmafitten Gestaltung in den Orten hilft mit, die körperliche Belastung in den Sommermonaten zu verringern.